Kommen Sie mit,
heute verbessern wir die Medizin

... für die alten Menschen mit verklebten Nieren,
und das sind mehr als Sie vielleicht denken

 

 

Viele Nieren insuffizient

Kompliment, viele Tausend leben täglich mit Ihren Arzneimitteln, die meisten gut – und doch gibt es immer wieder Patienten mit Problemen und unerwarteten Reaktionen. Weiß der Geier, warum.

Ein neuer Gedanke, der durch die Medien geistert: Viele dieser „schwierigen“, meist alten Menschen haben zwar keine Nierenbeschwerden, doch die Nierenleistung ist bereits dramatisch reduziert. Die Folge: Wirkstoff-Kumulation bis zur „Überdosis“. Arzneimittel-Intoxikationen sind übrigens ein häufiger Grund für Spitalseinweisungen.

Hat Ihre Firma einige Medikamente, die selbst bei schwachen Nieren nicht kontraindiziert sind? Dann haben Sie ein beachtliches Wachstums-Potenzial, denn zumindest 130.000 Österreicher „leiden“ unter einer Mittelgradigen Niereninsuffizienz, die bisher noch nicht entdeckt wurde.

Wissen transferieren

Wir von MedNews sitzen immer wieder bei großen Nephrologen, Labormedizinern, Pathophysiologen, Physikalisten, Internisten und Hausärzten und denken gemeinsam nach. Manchmal sehen wir wissenschaftliche Selbstverständlichkeiten, die den Transfer in andere Fachrichtungen noch nicht geschafft haben – Missing Links des medizinischen Erfolges.

Die Initiative PioNiere für mehr renale Sicherheit ist deshalb ein Beitrag zum innermedizinischen Teamwork. Noch viel stärker könnte diese Kampagne werden, wenn sie auch von einer Firma wie der Ihren genützt wird. Die Medizin bewegt sich immer dann, wenn viele Experten und Manager im informellen Konsens an einem Strick ziehen.

Allianzen schmieden

Was wir dabei tun? Eine PR-Agentur sollte immer mit dem Kopf des Arztes denken. Den Experten gut zuhören. Und danach – bei allem Respekt – die Ideen der Professoren und ihre Nebenbemerkungen nochmals durchackern, weiterdenken, Beweise suchen, die Interessen abgleichen, damit alle Mediziner in die gleiche Richtung rudern. Dieses Stück Strategie auch allen verkaufen. Und dabei die Kosten klein halten.

Die besten Tools für die Arbeit mit Experten sind die großen Journals. Seit es möglich ist, die richtigen Studien in den elektronischen Bibliotheken (relativ) rasch zu finden, muss die PR-Agentur auch experimentelle Planung verstehen, rechnen können, Daten methodenkritisch lesen, die Theoriebildung mitgehen können und erkennen, was relevant ist. Der Dialog mit den Profs liefert das „Benzin“ für das strategische Argumentarium.

Dem Außendienst Argumente geben

Und die Pharmaindustrie? Natürlich ein nützlicher Partner der Ärzte. Mehr noch, sie ist als wichtiger Motor Teil der Medizin. Sie hat den Vorteil der Gesamtsicht auf alle Fachgebiete und ist deshalb prädestiniert, interdisziplinären Konsens auf die Beine zu stellen – als Vermittler und Schriftführer, als Organisator und Sponsor. Weil die niedergelassenen Ärzte besonders nachhaltig auf Initiativen ihrer Opinion-Leader reagieren, können alle den Schwung mitnehmen, mit ihrem Außendienst „im Wind segeln“ und das Verantwortungs-Bewusstsein einer ethischen Branche leben. Sie können den Außendienst mit der neuen Story anheizen.

Den Arzt unterstützen

Neuland andenken? Falls Sie im Herz-Kreislauf-Markt unterwegs sind: Die Kreatinin-Clearance ist auch ein guter Verlaufsparameter zur Kontrolle von Hypertonie oder Diabetes. Die Patienten sind richtig eingestellt, wenn sich die Clearance (als Maß der Organschädigung) nicht verschlechtert. Aber es gibt auch Geisteskinder, die am Tag des Arztbesuches brav ihre Blutdruck-Tabletten einnehmen, die sie sonst gerne „vergessen“ ...

Oder? Sie können für den Arzt die Patienten-Zufriedenheit maximieren, wenn Sie im Gespräch auf das Thema Niere eingehen. Gut eingestellte Patienten sind schließlich der Erfolg der Hausärzte. Wenn die Praktischen Ärzte ihre Patienten mit Mittelgradiger Niereninsuffizienz entdecken (also nicht auf’s Kreatinin sondern auf die Clearance schauen), kann viel Zoff vermieden werden, und die Alten haben bessere späte Jahre.

Nierensicher werben

Deshalb sind alle Marketing-Profis eingeladen, ihren Außendienst nachzuschulen und die „Stars“ unter den Produkten je nach ihrer Eignung bei nierenschwachen Patienten zu besprechen. Das Maß dabei ist die Clearance. Vorsicht ist schließlich geboten, selbst wenn die Patienten noch völlig symptomfrei sind, das Kreatinin „normal“ ausschaut und bisher niemand an ein Nieren-Problem gedacht hat. Die Ausscheidungs-Funktion kann bereits stark eingeschränkt sein.

Vor der Verordnung eines Medikaments muss der Arzt einfach die Clearance kennen. Nur so werden Kontraindikationen vermieden. Die Arzneimittelsicherheit verbessert letztlich die Lebensqualität.